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Förderung von Jugendbegegnungsmaßnahmen im KJP



Was wird gefördert? Wer wird gefördert?


Das zentrale Förderinstrument des Bundes für die nationale wie auch die internationale Jugendpolitik ist der Kinder- und Jugendplan des Bundes. Bundeszentrale Träger der Jugendarbeit erhalten für internationale Begegnungsprogramme Globalzuweisungen, über deren Verwendung sie autonom entscheiden, unter Beachtung der Richtlinien (KJP).

Ziele
Die internationale Jugendpolitik fördert und unterstützt Programme der Begegnung und Zusammenarbeit von Jugendlichen und Fachkräften der Jugendhilfe. Sie ermöglicht das Kennenlernen anderer Länder und Kulturen. Ziel ist die Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses, der Abbau von Vorurteilen und eine kritische Reflexion des eigenen Standpunktes.

Das zentrale Förderinstrument des Bundes ist der Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP).

Hauptaufgabe der internationalen Jugendarbeit im Rahmen des Kinder- und Jugendplans des Bundes ist die Förderung und Unterstützung von außerschulischen Begegnungs- und Austauschprogrammen für Jugendliche und junge Erwachsene im In- und Ausland (Alter 12-26 Jahre - Altersbegrenzung gilt nicht für Begleitpersonen und Fachkräfteprogramme).

Die Kontakte zwischen Jugendlichen aus verschiedenen Ländern sollen vor allem dazu beitragen, gegenseitiges Verständnis aufzubauen, interkulturelles Lernen, Toleranz und Offenheit zu praktizieren, das Zusammenwachsen Europas zu befördern sowie die eigene Verantwortung für die Schaffung einer friedfertigeren und gerechteren Welt zu begreifen.

Richtlinien des Kinder- und Jugendplans
Die Richtlinien des Kinder- und Jugendplans des Bundes vom 16.01.2012 entwickeln Bewährtes fort und setzen darüber hinaus neue jugendpolitische Schwerpunkte, indem neue Förderziele wie die Stärkung der Medienkompetenz oder die Entwicklung und Chancen junger Menschen in sozialen Brennpunkten im Kinder- und Jugendplan verankert werden.

Aufgaben von besonderer Bedeutung, wie z. B. die Gleichberechtigung sowie Gender Mainstreaming, die Belange junger Menschen mit Behinderung, die Förderung eines demokratischen Wertebewusstseins und Verhaltens und die Stärkung des interkulturellen Gedankens werden künftig als Querschnittsaufgabe in allen Programmen des Kinder- und Jugendplans zu beachten sein. Die vorgesehene Möglichkeit der Erleichterung im Antragsverfahren sowie die Einführung sog. echter Festbeträge werden den Verwaltungsaufwand erheblich zurückführen.

Besonderheiten für den Jugendaustausch mit Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS)
Für Fahrten in die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) ist ein Visum erforderlich. Des Weiteren muss der Reisepass in der Regel eine Gültigkeitsdauer von mindestens 6 Monaten über den Reisetermin hinaus haben. Stellen Sie frühzeitig die Anträge auf Visaerteilung.
Bei der Beantragung der Visa soll darauf hingewiesen werden, dass die Begegnung im Rahmen des bilateralen Jugendaustauschs stattfindet. Die einzelnen Konsulate handhaben die Erteilung von Visa unterschiedlich. Bei Fahrten in die Russische Föderation sowie von dort nach Deutschland werden von den Teilnehmenden am Jugendaustausch für die Erteilung von Visa in der Regel keine Gebühren erhoben. Es können jedoch andere Bearbeitungsgebühren anfallen.

Deutsch-Russischer Jugendaustausch
Für Fahrten nach Russland muss der Reisepass mindestens 6 Monate über den Reisetermin hinaus Gültigkeit haben. Der Abschluss einer Auslands-Krankenversicherung bei einer der in Russland zugelassenen deutschen Krankenversicherungsgesellschaften ist erforderlich. Die Liste dieser Gesellschaften in in den russischen Konsulaten erhältlich. Der russische Partner muss das formale Einladungsverfahren frühzeitig bei den in Russland zuständigen Behörden einleiten. Eine schriftliche Einladung an den deutschen Träger allein reicht nicht aus!

Deutsch-Ukrainischer Austausch
In der offiziellen Einladung der Partnergruppe ist jeweils gleichzeitig die Gebührenbefreiung für die Visaerteilung mit Hinweis auf den Deutsch-Ukrainischen Jugendaustausch zu beantragen. Die Gebührenbefreiung ist nochmals bei Beantragung der Visa zu beantragen.



Was wird gefördert? - Programmkriterien

Internationale Jugendarbeit und -begegnung findet auf allen Feldern der Jugendhilfe - politische, kulturelle, soziale und sportliche Jugendbildung - statt.

Die Programme müssen bestimmten pädagogischen und jugendpolitischen Ansprüchen gerecht werden. Die jeweilige Maßnahme (Programminhalte, -ablauf usw.) muss mit der ausländischen Partnerorganisation abgesprochen sein und gemeinsame Aktivitäten mit den ausländischen Jugendlichen beinhalten. Das Programm muss insbesondere über Zielgruppen, Lernziele, Arbeitsmethoden und Themen hinreichend Aufschluss geben.

Die Begegnungsprogramme sollen nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit aufgebaut sein, d.h., eine Austauschbeziehung mit einer ausländischen Partnerorganisation soll bestehen bzw. angestrebt werden, die Programme sowohl in Deutschland als auch im Partnerland vorsieht.
Maßnahmen mit Ländern in Übersee müssen besonders begründet werden.

Eine Vor- und Nachbereitung ist Vorraussetzung für die Gewährung einer Förderung. Die Jugendlichen sollen selbst bei der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung mitwirken. Dies soll gewährleisten, dass die Teilnehmer sich mit dem Gastland, dessen Bevölkerung, Kultur und Sprache intensiv auseinandersetzen.

Keine Förderung nach dem Kinder- und Jugendplan

Folgende Maßnahmen können nicht gefördert werden:
  • Rundreisen, auch wenn es sich um Folkloregruppen, Chöre und Jugendorchester handelt,
  • Fahrten mit überwiegend touristischem Charakter,
  • Musikfestvals,
  • Städte- und Regionenpartnerschaften
Wer wird gefördert? - Teilnahmevoraussetzungen

Die Zuwendungen aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes sind vorgesehen für Maßnahmen gemeinnütziger zentraler Träger der Jugendhilfe und ihrer Untergliederungen. Bei der DBJ sind das die Landesverbände bzw. deren Mitgliedsvereine. Der Verein stellt den Antrag über seinen Landesverband bei der Deutschen Bläserjugend (Zentralstelle).

Die Jugendbegegnung kann im In- und Ausland erfolgen. Es sind Bilaterale Begegnungen.
Das Zahlenverhältnis zwischen der deutschen und ausländischen Jugendgruppe soll ausgeglichen sein.
Jugendbegegnungsmaßnahmen sollen grundsätzlich mindestens 5 und höchstens 30 Tage dauern
(ohne An- und Abreisetag).

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Jugendbegegnungen sollen mindestens 12 und höchstens 26 Jahre alt sein. Bei Teilnehmern unter 12 Jahren erfolgt eine Ablehnung.

Die Zahl der mitwirkenden LeiterInnen muss im angemessenen Verhältnis zur Gesamtteilnehmerzahl stehen.

Ausdrücklich begrüßt wird die Teilnahme von Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

Wie hoch ist die Förderung? - Förderrichtlinien

Zuwendungen für internationale Begegnungen werden grundsätzlich nur als Teilfinanzierung nach Festbeträgen gegeben.
Für Reisen ins Ausland kann ein Zuschuss zu den Fahrkosten gewährt werden. Aufenthaltskosten im Zielland werden nicht bezuschusst.
Für Programme mit ausländischen Jugendlichen in Deutschland können Tagessätze gewährt werden.

Wie erfolgt die Antragstellung? - Antragsverfahren

Jugendorganisationen stellen ihren Antrag an den betreffenden bundeszentralen Jugendverband.

Ist die Jugendgruppe keinem Dachverband angeschlossen, ist die Kommune der erste Ansprechpartner (Stadt- bzw. Kreisjugendamt). Die Kommunen können Anträge an die jeweilige Oberste Landesjugend-behörde weiterleiten.